Archive für Oktober 2010

Ein umstrittenes Objekt, …

Ein umstrittenes Objekt, welches Gegenstand einer Betrachtung in der MZ vom 27.10.10 ist. Ja, in Quedlinburg gibt es mal wieder ein Bauvorhaben, welches die verschiedensten Kritiker auf den Plan ruft. An Exponierter Stelle wird abgerissen und neu gebaut, wobei besonders die Fassadengestaltung Anlas zur Kritik gibt. Ein Wohn und Geschäftshaus soll es werden, mit behindertengerechten Wohnungen und maximal zwei größeren Geschäften. Dafür gibt es Fördermittel, wobei den größeren Teil das Wohnungswirtschaftsunternehmen der Stadt mittels Kredit finanzieren muss. Das da Begehrlichkeiten geweckt werden und zu sanierende Fachwerkhäuser ins Spiel gebracht werden, ist verständlich. Andererseits ist es aber auch eine Frage der Nutzung, in einer Stadt, in welcher die Einwohnerzahl nicht gerade steigt. Immerhin hatte Quedlinburg 1989 über 28.000 Einwohner und heute sind es wohl um die 21.000. Mit der Abwanderung ist natürlich auch der Bedarf an Wohnraum und anderen Nutzflächen zurück gegangen.

In der Internetausgabe der Zeitung habe ich folgenden Kommentar hinterlassen:

Besser shoppen, für immer weniger Einwohner!

Über Geschmack soll man ja nicht streiten können und so wird auch unsere Zeit ihre Spuren in Quedlinburg hinterlassen. Auch wenn manches gewöhnungsbedürftig ist, die Menschen werden sich daran gewöhnen, selbst wenn Generationen darüber hinweg gehen. Der gegenwärtige Zustand des Objektes ist nicht schön, er bietet keinen schönen Anblick. Die geschilderten Umstände hingegen zeigen gut, wie Fördermittel weiter Mittel aktivieren, ob diese sich rentieren werden, wird die Zukunft zeigen. Die Lage ist gut, Geschäfte anzusiedeln, für eine weiter sinkende Einwohnerzahl. Denn das ist ein Problem in dieser Stadt und für viele Häuser. So könnten für dieses Geld sicher Fachwerkhäuser saniert werden, nur wofür, um anschließend den Leerstand zu mehren? Ja, Geld ist die eine Seite der Münze, die andere ist die Nutzung und diese bedarf letztlich immer den Menschen! Der Verweiß auf den Neubau eines Altenheimes des DRK, an der Einmündung Bahnhofstraße, zeigt wohin sich nicht nur diese Stadt entwickelt!

 

Kritik die trifft, oder treffende Kritik!

Kritik die trifft, oder treffende Kritik!

Jedenfalls hat Kritik getroffen und die Auswirkungen sind zu spüren, für mich. Sanktionen wurden verhängt, nicht nur der Eitelkeit geschuldet! Gegenstand der Betrachtung wurde es, nach dem ich fragend eine Vorgehensweise monierte, kritisierte und nun werde ich einen Brief erhalten und wahrscheinlich und wenn ich brav und anständig bin, meine Kritik der Öffentlichkeit entziehe, kann ich hoffen, dass die Sanktionen aufgehoben werden. Welch Gnade, welche mir zu Teil werden kann, welch Preis, der dafür zu zahlen ist!

Selbst soll ich mich verleumden, Kritik hat gefälligst eine angemessene, angenehme Form für den Kritisierten, oder die kritisierte Sache zu haben. Verhalten sollte sie daherkommen, vorsichtig, damit die Reaktion abgestimmt werden kann und nicht dem Kritisierten schadet. Ja, so ist das Leben, ich hab gespielt, und habe noch lange nicht verloren, denn das Spiel geht weiter!

Nun, es ist die Frage, beug ich mich des schnöden Mammon streben, oder bleib ich Mensch und werde es sein?

Ist es nicht pervers, das Mensch sich selber muss verleumden, um schlicht und einfach leben zu können? Ist das die große Freiheit, der Knechtschaft fremden Willens sich zu ergeben? Ist es das große Hoffen, der Gnade zu erliegen? Ist es die Illusion, gefolgt angedeuteter Versprechen? Allein die Tat kann überzeugen!

Allgemein und undifferenziert, so fließen die Gedanken, wenn der Gegenstand ungenau, oder gar nicht benannt! Doch wohlgemerkt, es wird so sein, ich werde ihn benennen, wenn Reaktion praktisch in Erscheinung tritt. Dann werde ich wissen konkret zu reagieren, wie es meiner Natur, welche es mir widerstrebt zu leugnen, eigen ist!

Nicht ohne Grund, hier im Blog und nicht in all den anderen, sei dieser Text zu vernehmen, da hier der Zusammenhang, ohne ihn zu benennen, am offensichtlichsten zu Tage tritt. Und auch nicht ohne Grund, hab ich mich einige Zeit ruhig verhalten. So braucht das eine, wie das andere, gelegentlich Zeit um sich zu gestallten, auch um zu warten und verharren, auf dass was wird geschehen. Kommt es so wie vorausgesehen, oder doch anders, findet man Bestätigung für seine Meinung, oder war der Täuschung man erlegen?

Nein, wie es aussieht habe ich mich nicht getäuscht, auch wenn Illusion geweckt, es könnte sich um Täuschung handeln. Ja, die Welt ist so wie ich sie sehe und nicht, wie sie vorgibt zu sein! So bin ich doch Realist! Dabei wäre es gelegentlich recht angenehm, wenn sie so sein würde, wie sie nicht ist, aber all zu oft dargestellt wird. Aber allein das praktische Leben, belehrt uns eines Besseren!  

   

|