Archive für 23.2.2011

Neue Verantwortlichkeit fürs Kurzentrum in Bad Suderode!

Ein schweres Erbe, mit dem trotzdem sorgsam umzugehen ist!

Nun befindet sich Sachsen-Anhalt im Wahlkampf, das unliebsame Entscheidungen in diesem Zusammenhang gern verschoben, oder delegiert werden, ist nicht neu und trifft auch für das Kurzentrum in Bad Suderode zu. Zum Thema selbst hatte ich einige Texte geschrieben, in welchen ich Gedanken zum Kurzentrum, gerade auch im Zusammenhang mit einer eventuellen Privatisierung, niedergeschrieben habe. Das dieses nicht unberechtigt war, ist einem weiterem Beitrag zum Thema in der MZ von heute zu entnehmen.

In erster Linie geht es um die nochmalige und weitere Beratung des Wirtschaftsplans fürs Kurzentrum, auf Grund der veränderten Lage, durch den neuen Betriebsauschuss. Zwar ist dieser Plan schon beraten worden, nur nicht im Rahmen der neuen Einheitsgemeinde. Das in diesem Zusammenhang gerade der Vertreter und Landtagskandidat der CDU mehr Zeit einfordert, ist wohl eher dem Umstand geschuldet, keine unpopulären Entscheidungen vor den Landtagswahlen zu treffen, denn die entsprechenden Unterlagen müssten zumindest den Politikern vorliegen, gerade wen diese öfter schon Gegenstand von Betrachtungen waren.  Und immerhin ist es ja gerade die CDU geführte Landesregierung, welche die Zuschüsse fürs Kurzentrum gestrichen hat, um die Signale auf Privatisierung zu stellen. In diesem Zusammenhang war man sich nicht einmal zu schade, eine Schließung des Kurzentrums in Betracht zu ziehen, wobei der Schwarze Peter der Stadt Quedlinburg, als neuen Eigner, zugeschoben wurde. Dabei diente das Gespenst einer Schließung, mit all seiner wirtschaftlichen Folgen für die Region, eher dem Zweck, das kleinere Übel, eine Privatisierung des Kurzentrums, den Bürgern schmackhaft zu machen. Dieses wird vor allem dann sichtbar, wenn betrachtet wird, welche wirtschaftlichen Folgen der Bau und der Betrieb des Kurzentrums hatten und weiterhin haben wird. Das Kurzentrum ist ein wirkungsvolles Instrument der regionalen Wirtschaftsförderung, gerade auch, weil von diesem besonders kleine und mittlere regionale Unternehmen partizipieren.

Das ein solches Kurzentrum, allein schon auf Grund seiner Strukturierung, nicht kostendeckend arbeiten kann, nicht einmal kostenneutral, liegt auf der Hand und war von Anfang an nicht anders zu sehen. Darüber können auch optimistische Prognosen nicht hinwegtäuschen, besonders wenn sie all zu schnell von der Realität überholt werden. Nun gibt es ein Gutachten, welches für solche Situationen nicht ungewöhnlich ist, und in dem festgestellt wird, das nach vorgenommen Investitionen, die Verluste erheblich reduziert werden können, wobei unterm Strich Verluste bleiben werden! Und sicher wird da auch etwas möglich sein, allein ohne Zuschüsse wird es aber nicht gehen und in diesem Zusammenhang ist das Land Sachsen-Anhalt nach wie vor in der Verantwortung.

Was nun die wirtschaftliche Situation des Kurzentrums betrifft, ergibt sich ein anderes Bild, wenn das Kurzentrum nicht allein, sondern einer Funktion nach, als ein Instrument beständiger Wirtschaftsförderung, gesamtwirtschaftlich, im Zusammenhang mit den Einnahmen, welche vom Kurzentrum abhängige Unternehmen erzielen, wie auch daraus resultierende Steuern, betrachtet wird.

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