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21.11.2011 von Th. Loch.
Ein Glanzlicht bürokratischen Seins in Quedlinburg!
In der Mitteldeutschen Zeitung vom Freitag 18.11.2011 fand sich ein Beitrag, welcher sich mit Glanzlichtern bürokratischen Seins in Quedlinburg auseinandersetzt. Ein kleiner Buchladen, welcher ein durchaus interessantes Angebot hat und in welchen ich schon manches gute Gebrauchtbuch erworben, wollte mit einem Fahrrad werben. Zwar findet sich der Laden auf der Ost-West-Achse der historischen Neustadt, aber abseits der Null, in einem Teil der Straße, welcher nicht besonders Einladend daherkommt und wo noch so mancher Geschäftsraum verweist ist. Nun wird die historische Neustadt bei weiten nicht so von Touristen frequentiert wie die Altstadt und es erfordert schon einigen Mut in einer von gewerblichen Leerstand geprägten Straße ein Geschäft zu eröffnen, wenn dann aber von Seitens der Stadtverwaltung einfache und preiswerte Werbemaßnahmen untersagt werden, ist das alles andere als verständlich. Wo auf der einen Seite um Investoren geworben wird, wird auf der anderen Seite Engagement blockiert. Letztlich wird um eine Bagatelle gestritten, wobei der Stadtverwaltung anscheint die Argumente ausgehen, wenn zum allealles-Keule gegriffen wird. Leider ist der Beitrag auf der Internetseite der MZ nicht zu finden.
Zum Beitrag selbst habe ich via Internet folgenden Leserbrief geschrieben:
Leserbrief zum Beitrag „Amtsschimmel mag keine Drahtesel“ vom 18.11.2011, Quedlinburger Harzbote:
Amtsschimmel für alle!?
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26.10.2011 von Th. Loch.
Liebe Kabarett Newsletter-EmpfängerInnen,
für einen ganz besonderen Tipp sind Sie auserkoren:
lyrisch-musikalisches Portrait Hedwig Lachmann’s
präsentiert von Paula Quast und Henry Altmann
Leise Töne in einer lauten Welt: Unter dem Titel “Wir haben das Schweigen verlernt” präsentieren die Schauspielerin Paula Quast und der Musiker Henry Altmann ihr lyrisch-musikalisches Portrait der Dichterin Hedwig Lachmann.
Wer war Hedwig Lachmann (*1865 – 1918)? Sie war Deutsche, Jüdin, Großmutter des amerikanischen Filmregisseurs Mike Nichols, enge Freundin von Richard Dehmel und Ehefrau von Gustav Landauer. Als Dichterin widmete sie sich fast ausschließlich der Lyrik. Als Übersetzerin hat sie lyrische, dramatische und essayistische Werke aus dem Englischen, Französischen und Ungarischen übertragen, z.B. Oscar Wilde (ihre Salomé-Übersetzung wurde von Richard Strauss verwendet und hat heute noch Bestand), Edgar Allan Poe, Rabindranath Tagore, Honoré de Balzac sowie Sándor Petõfi und Emil Ábrányi.
Paula Quast spricht die Werke von Hedwig Lachmann mit tiefem Verständnis und großer, innerer Anteilnahme. Klar und akzentuiert dringen ihre Worte in die Herzen der Zuhörer und entfalten dort ihre Wirkung. Sie ist unaufdringlich und doch intensiv und überaus präsent. Der Musiker Henry Altmann kommentiert mit seinen Kompositionen den Ernst, welche die Werke umgeben, dabei unterstreichen die Stücke gekonnt die Geistigkeit und Leidenschaft, die Hedwig Lachmann auszeichnete.
Diese kammerspielartige Inszenierung ist ein herausragendes Erlebnis und begeistert seit Herbst 2010 im In- und Ausland das Publikum.
Mit besten Empfehlungen
Eike Helmholz
Geschrieben in Veranstaltungen, Quedlinburg | Drucken | Keine Kommentare »
14.10.2011 von Th. Loch.
Zeiten ändern sich, Ansichten auch!
Am 21.07.2010 war in der MZ zu lesen: „Auch auf das Angebot, Michael Riegler bei der QTM zu beschäftigen, habe er natürlich ausgeschlagen. “Der Mann ist Historiker, kein Touristiker”, so Bracht. Er habe jedenfalls erst einmal eine einstweilige Verfügung beim Landgericht beantragt - wegen der Namensgleichheit “Quedlinburger Stadtinformation”.“
Nur wie ädern sich die Zeiten, denn am 07.10.2011 war in der selben Zeitung zu lesen: „Für Michael Riegler gibt es derzeit nichts Schöneres, als im Harz zu arbeiten. … Der 28-jährige Historiker, in Freiburg im Breisgau geboren, kam vor sechs Jahren aus beruflichen wie privaten Gründen nach Hedersleben. Seit vier Tagen ist er der neue Chef der Stadtinformation der Quedlinburg-Tourismus-Marketing GmbH (QTM).“ Nun scheint es also kein Hindernisgrund mehr zu sein, dass der Mann Historiker und kein Touristiker ist. Auch gab es einen Sinnenswandel zum Umfang der Arbeit, hieß es doch vor über einen Jahr noch: „und um den Harz als Ganzes zu vermarkten, dafür gebe es den Harzer Tourismusverband.“ wobei dieser Sinneswandel des Herrn Bracht durchaus zu begrüßen ist, denn Quedlinburg ist ein ausgezeichneter Ausgangspunkt für die Erschließung des Harzes und des Harzvorlandes. Keinen Sinneswandel gab es hingegen in einem anderen Punkt, obwohl der ehemalige Geschäftsführer des oft geschmähten Konkurrenten eingestellt wurde, gilt für die Gästeführer nach wie vor: „was die Gästeführer betrifft, hält sich Bracht noch zurück. Es werde aber keinen Stadtführer geben, “der für ihn und für uns läuft”, gibt er sich kämpferisch.“ Ein wahrer Kämpfer also, nach wie vor, nur wofür?
Ja, es liegt einige Zeit zwischen den beiden Beiträgen in der MZ und einiges Wasser ist die Bode hinuntergeflossen, entscheidende Veränderungen hat es aber nicht gegeben. Immer noch wird ein kindischer Kleinkrieg geführt und mir gegenüber wurde auch die Meinung vertreten, dass es vom Geschäftsführer der Quedlinburg Marketing GmbH ein kluger Schachzug gewesen sei, diesen Herren abgeworben zu haben. Von jemand anderen habe ich hingegen erfahren, dass die Trennung vom ehemaligen Arbeitgeber wohl nicht reibungslos erfolgte sein soll. Letztlich ist dieses auch weiter nicht von Bedeutung, denn wenn etwas in der Öffentlichkeit mit der konkurrierenden Information zu tun hatte, war immer die Rede vom Initiator dieser, oder dem Mönch, welcher für die „grüne“ Information Führungen realisiert, aber nicht vom Geschäftsführer.
Nun ja, was immer auch hinter diesen Wechsel steckt, vielleicht wird ja im Kampf der Konkurrenten demnächst noch der Mönch bei der Quedlinburg Tourismus Marketing GmbH angestellt, welcher sich zu einem Ärgernis für die QTM entwickelt hat und meines Erachtens wesentlich bedeutungsvoller für die geführte Auseinandersetzung als der ehemalige Geschäftsführer der „grünen“ Information ist! Immerhin scheint dieser regelrecht vor Beginn der öffentlichen Führungen um die Touristen zu buhlen und so eine Gruppe um sich zu scharen, welche durchaus umfangreich sein kann als die der „roten“ Information. Wenn ich in den letzten Tagen gegen 9.45 Uhr den Marktplatz querte, was öfters vorkam, konnte ich solches selbst beobachten. Vor der Tür der QTM waren kam Gäste zu sehen, der Mönch hingegen scharte etliche Interessenten um sich, besonders bei gutem Wetter.
Geschrieben in Auseinandersetzung, Aufgefallen., Quedlinburg | Drucken | Keine Kommentare »
6.8.2011 von Th. Loch.
Die Wahrscheinlichkeit ist gering, trotzdem gilt es zu Prüfen ob nicht doch etwas dran ist, bevor sich zum Thema geäußert wird.
Nun erhalte ich nach wie vor E-Mails, welche ich eigentlich nicht erhalten sollte, da meine Adresse bekundeter Weise aus einem entsprechenden E-Mailverteiler genommen wurde. Das dieses letztlich eine Lüge ist und nicht der Tatsache entspricht, kann ich durchaus beweisen, habe aber weiter keinen Anlas gesehen darauf zu reagieren und dem Lügner seine Lüge vorzuhalten. Warum auch, es macht nur selten Sinn sich mit selbst potenzierender Mittelmäßigkeit auseinanderzusetzen und letztlich bin ich ohnehin der „Böse“.
Nun erhielt ich aber am 29.07.2011 ein E-Mail mit folgendem Inhalt:
„Liebe Gästeführerinnen und Gästeführer,
Geschrieben in Auseinandersetzung, Quedlinburg | Drucken | Keine Kommentare »
13.6.2011 von Th. Loch.
In der Jungen Welt vom Pfingstwochenende findet sich nachfolgender Aufruf, zu welchem ich per E-Mail meine Unterstützung bekundet habe. Auch in der Jungen Welt, findet sich zum runterladen die Langfassung des Aufrufes mit Liste der Erstunterzeichner.
Frieden für Libyen!
Solidarität mit dem libyschen Volk!
Seit mehr als zwei Monaten bombardieren die USA und andere NATO-Staaten Tag für Tag und vor allem nachts die Millionenstadt Tripolis und andere Orte in Libyen. Zugleich versuchen sie, das libysche Volk durch Beschlagnahmung seiner Gelder und durch eine Hungerblockade gefügig zu machen. Die Aggressoren mißachten alle einschlägigen Bestimmungen des Völkerrechts (Verbot der Einmischung in die inneren Angelegenheiten eines anderen Staates, Verpflichtung zu Konfliktlösungen auf dem Verhandlungswege, Verbot des Angriffskriegs usw.). Ihr Vorwand, sie wollten „Menschenleben retten“, ist angesichts der wachsenden Dauer ihres Bombenkrieges und der steigenden Opferzahlen absurd und zynisch. Springer- und andere Konzernmedien sowie auch die öffentlich-rechtlichen Sender schweigen jedoch über die Toten, die Verstümmelten, die Zerstörungen, das Flüchtlingselend, die Vergiftung der Böden mit Uranmunition.
Der Wüstenstaat, der unter seinem Revolutionsführer Muammar Al-Ghaddafi seiner Bevölkerung dank der Nationalisierung seines Ölreichtums den höchsten Wohlstand in Afrika mit unentgeltlichem Bildungs- und Gesundheitswesen, mit hochentwickelten Rechten für Frauen und Kinder bieten konnte, droht in seiner Entwicklung um Jahrzehnte zurückgeworfen zu werden. Wie in der Kolonialzeit selbstbewusst gewordene Sklaven vor den Augen ihrer Schicksalsgefährten öffentlich ausgepeitscht wurden, so wollen heute führende NATO-Staaten das libysche Volk, auch als Warnung für die Völker der Dritten Welt, mit Bomben, Raketen und gegebenenfalls militärischer Besetzung dafür bestrafen, dass es sich ihrem Diktat entzieht, seinen eigenen Entwicklungsweg geht, sich für die Einheit und Unabhängigkeit der arabischen Welt und Afrikas einsetzt und sich jeglicher Rekolonialisierung verweigert.
Wir fordern die Bundesregierung auf, keine Nutzung deutscher Einrichtungen für die Aggression zu gestatten und sich konsequent einzusetzen für
– sofortige Einstellung aller Angriffe auf Libyen,
– sofortigen Waffenstillstand und Friedensverhandlungen zwischen den libyschen Bürgerkriegsparteien,
– Aufhebung der Handels- und Wirtschaftsblockade,
– Rückgabe der beschlagnahmten libyschen Auslandskonten.
Es ist höchste Zeit, Solidarität mit dem libyschen Volk zu zeigen.
Wir rufen alle, die sich für Frieden, Völkerrecht und Menschenrechte mitverantwortlich wissen und den Menschen der Dritten Welt verbunden fühlen, zu Protestaktionen und Demonstrationen auf: Dieser verbrecherische Angriffskrieg muss gestoppt werden.
Geschrieben in Aufgefallen., Historisches | Drucken | Keine Kommentare »
12.5.2011 von Th. Loch.
Was wäre wenn? Eine Frage, welche sich oft gestellt wird, wobei am realen Ergebnis sich dadurch nichts ändert. Für Gegenwart und Zukunft können dabei durchaus Schlüsse gezogen werden, was unter Umständen unter ähnlichen Bedingungen anders gemacht werden könnte. Ob es dann anders gemacht wird, steht auf einem anderen Blatt. Dabei ist ein „alter“ Fehler unter veränderten Bedingungen, eben kein alter Fehler, sondern ein Neuer. Wenn es ein Fehler war! Nun, wer kann schon sagen, wozu es gut ist! Was aber, wenn eine altbekannte Situation nicht das altbekannte Ende findet, sonder fürs Leben fortgeschrieben wird? Das Happyend, ob nun negativ oder positiv zu werten, ausgeblendet wird? Was wäre wenn Shakespeare seine Protagonisten Romeo und Julia nicht hätte sterben lassen, sondern sie ins Eheglück geschickt hätte? Eine interessante Frage, was wäre wenn, das Leben weiter geht? Die Theatergruppe „Horizonte“ hat sich diesem Thema angenommen, wie folgendem E-Mail zu entnehmen ist und am 14. und 15. Mai finden die zwei letzten Veranstaltungen statt und gern gebe ich diese Empfehlung weiter:
Romeo & Julia – nach 20 Jahren ein alteingesessen groteskes Paar
Quedlinburg. Die Theatergruppe „Horizonte“ hatte bereits Ende April eine grandiose Premiere präsentiert. Im Kulturzentrum Reichenstrasse spielte die Tragödie von Shakespeare-Adaptionen „Ein tiefer Fall führt oft zu hohem Glück“. Dreh- und Angelpunkt der Inszenierung sind die Hauptprotagonisten Romeo und Julia, allerdings als „alteingesessenes“ Ehepaar 20 Jahre nach ihrem vereitelten Gifttod. Alles läuft in seinem alltäglichen Trott, wenn nicht die aufmüpfige Tochter mit ihrem Liebhaber den Alttag gehörig aus den Fugen bringen würde.
Nicht nur seine Werke und Hauptdarsteller, selbst Shakespeare höchstpersönlich kommt zu Wort (und Tat!) in dem von Juliane Zein erarbeiteten wundervollem Stück. Die Hobbyschauspieler wirken ungeheuer glaubhaft und überzeugend in ihren Rollen, das Bühnenbild und die Ausstattung zeigt sich professionell und die Technik unterstreicht perfekt das Spiel. Eine Vorstellung voll von phantastischen Bildern, tiefsinnigen Gedankenspielereien, aber auch mit unvermeidlich grotesker Komik lässt die Inszenierung zu einem erlebnisreichen Glücksgefühl werden.
Inzwischen stehen bereits die letzten beiden Vorstellungen auf dem Programm, was unbedingt auch jüngeren Zuschauern empfohlen werden sollte. So wird die Neufassung Romeos und Julias nur noch am 14. und 15. Mai 2011 jeweils um 20.00 Uhr im Kulturzentrum Reichenstrasse aufgeführt. Kartenreservierungen werden empfohlen unter Telefon 03946 – 2640. Weitere Informationen unter www.reichenstrasse.de
Text & Foto: Eike Helmholz
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10.5.2011 von Th. Loch.
In der MZ, Regionalausgabe Quedlinburg, fand sich ein Beitrag zum letzt-wochenendlichen Trödelmarkt mit Marktschreier auf der Kleerswiese, unter dem Titel „Käse-Rosi ist stinksauer“. Beklagt wurden die schlechte Besucherresonanz und die damit verbundenen schlechten Umsätze. Nun finden solche Märkte nicht selten statt und auch nicht nur in Quedlinburg, das da mit der Zeit das Interesse nachläst, sollte nicht verwunderlich sein. Das ist aber nur ein Grund, welcher herhalten kann und für Begründung sorgt. Zum Beitrag selbst habe ich heute folgenden Leserbrief per E-Mail an die MZ geschickt:
Verschieden mögen die Ursachen sein, das schöne Wetter, eine Vielzahl von parallelen Veranstaltungen, aber auch Übersättigung kann ein Grund gewesen sein. Wobei Übersättigung durchaus im doppelten Sinne zu verstehen ist. Zum einen finden solche Märkte in wachsender Regelmäßigkeit statt, wobei die Angebote sich weitestgehend wiederholen, zum anderen ist das Geld bei vielen Menschen knapper geworden und es wird vielleicht bewusster eingekauft. Das dabei so manche Illusion über Masse und billig zu Grabe getragen wurde, wäre in diesem Zusammenhang nur logisch. Denn was will Mensch z. B. mit einem Eimer Käse für 10,-€, wenn er nicht gerade Teil einer Großfamilie ist? Das von den gebotenen Mengen ein Teil höchstwahrscheinlich nicht einmal verzehrt wird, ist sicher eine Erfahrung, die so mancher in der Vergangenheit sammeln konnte. Und wo erhält man für wenig Geld schon eine gute Qualität? Vielleicht hat also auch ein Bewusstseinswandel bei den Verbrauchern eingesetzt, und es wurde sich von der Illusion manches Schnäppchens verabschiedet.
Letztlich machen bestimmte Institutionen, und dazu gehören eben auch solche Märkte, nur Sinn, wenn sie Ausnahmen bleiben und sich nicht zur Regel entwickeln. Manche Erfolgsgeschichte hat so aufgehört Erfolgsgeschichte zu sein, als sie zur wirtschaftlichen Massenware verkam. Nur wie wusste der Volksmund früher schon, „zuviel zerreißt den Sack“! Waren, die nicht gebraucht werden, mögen zwar den Einkaufsbeutel füllen, gelegentlich im Magen landen, sie belasten aber in jedem Fall den Geldbeutel, und dieser ist bei immer mehr Menschen, immer schlechter gefüllt. Ein Teufelskreis und gerade besagte Händler sind von den Folgen besonders betroffen.
Ein jedes Schnäppchen hat seinen Preis und kommt oft teuerer zu stehen, als ausgeschildert ist!
Th. Loch
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5.4.2011 von Th. Loch.
Im Rahmen des 11. Quedlinburger Bücherfrühlings findet am 13.Aprill eine Autorenlesung im Antiquariat „Die Büchercouch“ statt:
Mittwoch, 13. April 2011, 18:00 Uhr – Autorenlesung „HANDWERK UNTERM HAKENKREUZ“ von und mit Witold Fischer Antiquariat „Die Büchercouch“, Steinweg 75, 06484 Quedlinburg
Das Handwerk als ältester nicht-agrarischer Wirtschaftszweig des Menschen durchlebte in seiner Geschichte umfangreiche Wandlungen. Wie es sich definiert und welche Rolle es im ökonomischen Gesamtgeschehen einnimmt, wurde in der Literatur bisher eher am Rande behandelt. In der Zeit von 1933 bis 1945 kulminierten einige Entwicklungen, die bis heute Nachwirkungen haben. Andere Erscheinungen sind dagegen verschwunden. Weshalb Handwerker fast ein halbes Jahrhundert lang um Zwangsinnung und Befähigungsnachweis rangen, wird aus den Ausführungen deutlich werden. Zugleich wird sichtbar, weshalb die NS-Demagogie unter dieser Schicht vor 1933 verfangen konnte, weshalb sich aber ab etwa 1936 Handwerker zunehmend in Opposition zum Faschismus fanden.
Eintritt frei
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25.2.2011 von Th. Loch.
Defizite des Harzticket, weiter Informationen!
Nun hatte ich diesen Beitrag zum Gegenstand einer Betrachtung gemacht, wobei ich hier weiterführende Gedanken zum Thema Hatix (Harzticket) aufgeschrieben habe. Heute nun findet sich in der MZ ein Leserbrief zum MZ-Beitrag, welcher sich mit den unterschiedlichen Sichtweisen auseinandersetzt. Prinzipiell hat der Autor, von seiner Funktion her Geschäftsführer der Quedlinburg Marketing GmbH, nichts gegen dieses Ticket, setzt sich dann aber berechtigter Weise mit den Defiziten des Angebots, sowie verschiedener Vorbehalte auseinander. Zum Vorteil gereicht ihm, dass er, auf Grund seiner Funktion, über die notwendigen Hintergrundinformationen verfügt, und so einige interessante Zahlen genannt werden, wie z. B., dass aus den Kurtaxeneinnahmen ca. 100.000,-€ an die Harz AG jährlich fließen müssten. Ich hatte eine niedrigere Zahl zugrunde gelegt, dabei die eingemeindeten Kommunen aber nicht berücksichtigt. Jedenfalls kann dafür schon anständig Bus gefahren werden.
Nachteile des Angebotes ergeben sich aus der Strukturierung touristischer Übernachtungsangebote, wie auch aus den Busverbindungen, Fahrtruten und Anbindungen selbst. Interessant ist in diesem Zusammenhang, welchen Zuwachs Quedlinburg an Bettenkapazitäten durch die Eingemeindung von Rieder, Gernrode und vor allem Bad Suderode zu verzeichnen hat. Dass deren Interessen nun auch berücksichtig werden müssen, liegt auf der Hand, genau wie das Angebot der Harz AG sehr dürftig ist, da es sich allein auf Busverbindungen beschränkt. Verwundern sollte letzteres allerdings nicht, da eine Erweiterung der Zahl der Verkehrsunternehmen, die Gewinne der Harz AG nicht unerheblich schmälern würden. Erschwerend kommt noch hinzu, dass HSB und HEX keine öffentlichen Verkehrunternehmen sind und so weniger Einfluss auf die Preisgestaltung genommen werden kann. Letztlich und wie an anderer Stelle schon erwähnt, ist die Harz AG eine Unternehmen privat öffentlicher Partnerschaft, in welchen es üblich ist, dass der öffentliche Teil, die Gewinne des privaten Teils zu realisieren hat. Eigentlich ist dieser Umstand schon Grund genug, die Finger davon zu lassen.
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24.2.2011 von Th. Loch.
Noch mal zum Harzticket (Hatix),
Nun ist es durchaus Berechtigt und gut, über den Sinn eines solchen Tickets nachzudenken, und für und wieder abzuwägen. Das es Gründe gibt, welche dagegen sprechen, liegt auf der Hand, auch ohne zu spekulieren und zu vermuten. Die Gründe für ein solches Ticket sind hingegen dürftig! Denn nur um Touristen etwas für ihre Kurtaxe zu bieten, also bitten um des Bittenswillen, läst einige Fragen offen und ist letztlich nur Augenwischerei, wenn die Leistung selbst betrachtet wird. Somit gibt es durchaus Gründe dafür, wenn oberflächlich betrachtet wird. Und selbst Diskussionen schützen nicht immer davor an der Oberfläche zu verweilen. Was aber wenn etwas tiefer gegriffen wird und konkrete Zahlen in die Betrachtung einbezogen werden.
So wurden 2009 für Quedlinburg 181.847 Übernachtungen vermerkt, wobei die „Angaben des Statistischen Bundesamtes“ Betriebe ab 8 Betten berücksichtigt. Da es in Quedlinburg aber nicht wenige Übernachtungsmöglichkeiten unterhalb dieser Bettenzahl gibt, und die Kurtaxe erst 2009 eingeführt wurde, kann davon ausgegangen werden, dass die Zahl der Übernachtungen etwas höher ausgefallen ist. Wie die aktuellen Zahlen aussehen, kann ich nicht sagen, sie werden sich wahrscheinlich in besagter Größenordnung bewegen.
Die Besucherzahl gerundet auf 181.000 einmal zu Grunde gelegt, würde Bedeuten, dass an die Ticket betreibende Gesellschaft, die Harz AG, ein Unternehmen privat öffentlicher Partnerschaft (Public Private Partnership) jährlich 54.300€ zu zahlen wären. Wie für solche Unternehmen üblich, sind sie darauf ausgelegt, private Gewinne auf Kosten der Allgemeinheit zu erzielen. (Ein gutes Beispiel dafür ist die zu eröffnende Terme in Thale, für welche die Stadt jährlich und das 30 Jahre lang, 487.000 Euro zahlen muss, unabhängig von der Ertragslage.) Was auch in diesem Fall nicht anders ist, da die Gelder dem Einfluss der Stadt entzogen werden. Solche Gesellschaften dienen in erster Linie dazu, Gewinne zu privatisieren und Verluste zu sozialisieren, was über diesem Weg sogar parallel erfolgen kann. Wenn nun die Kurtaxe nicht um besagte 30 Cent erhöht wird, ja werden kann, wäre dieser Beitrag von der gegenwärtigen Kurtaxe zu zahlen. Was nichts anderes bedeuten würde, als das der Kommune dieses Geld eben nicht mehr zur Verfügung steht. Unterm Strich dem Einfluss der Kommune also entzogen. Wen dann noch davon ausgegangen wird, dass nicht unbedingt jeder Tourist das Bedürfnis verspürt Bus zu fahren, kann ein solches Ticket nicht als vorteilhaft betrachtet werden. Nicht für die Stadt, aber auch nicht für die Touristen!
In diesem Zusammenhang wäre es durchaus interessant, wenn die Harz AG die Karten auf den Tisch legen würde, in dem Verträge und Kostenstruktur allseitig offen gelegt werden, welche mit dem Harzticket verbunden sind. Also nicht nur die Verträge mit den Kommunen, sondern auch die mit den Busunternehmen geschlossenen. Das die Harz AG daran interessiert ist, dass gerade auch eine Stadt wie Quedlinburg sich daran beteiligt, ist in erster Linie der touristischen Bedeutung der Stadt geschuldet, sowie der Übernachtungszahlen, welche dem Vorhaben einen bestimmten Grundsockel an Einnahmen sichert. Die Vorsicht, welche durch den Stadtrat und dem Ausschuss an den Tag gelegt wurde, ist zu begrüßen, genau wie die Skepsis des Bürgermeisters, sowie des Geschäftsführers der Quedlinburg Tourismus Marketing GmbH. Wobei die Begründung einer Ablehnung eigentlich nicht der Spekulation und Vermutung bedarf.
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