Archiv der Kategorie Quedlinburg

Autorenlesung „HANDWERK UNTERM HAKENKREUZ“

Im Rahmen des 11. Quedlinburger Bücherfrühlings findet am 13.Aprill eine Autorenlesung im Antiquariat „Die Büchercouch“ statt:

Mittwoch, 13. April 2011, 18:00 Uhr – Autorenlesung „HANDWERK UNTERM HAKENKREUZ“ von und mit Witold Fischer Antiquariat „Die Büchercouch“, Steinweg 75, 06484 Quedlinburg
Das Handwerk als ältester nicht-agrarischer Wirtschaftszweig des Menschen durchlebte in seiner Geschichte umfangreiche Wandlungen. Wie es sich definiert und welche Rolle es im ökonomischen Gesamtgeschehen einnimmt, wurde in der Literatur bisher eher am Rande behandelt. In der Zeit von 1933 bis 1945  kulminierten einige Entwicklungen, die bis heute Nachwirkungen haben. Andere Erscheinungen sind dagegen verschwunden. Weshalb Handwerker fast ein halbes Jahrhundert lang um Zwangsinnung und Befähigungsnachweis rangen, wird aus den Ausführungen deutlich werden. Zugleich wird sichtbar, weshalb die NS-Demagogie unter dieser Schicht vor 1933 verfangen konnte, weshalb sich aber ab etwa 1936 Handwerker zunehmend in Opposition zum Faschismus fanden.
Eintritt frei

Defizite des Harzticket, weiter Informationen!

Defizite des Harzticket, weiter Informationen!

Nun hatte ich diesen Beitrag zum Gegenstand einer Betrachtung gemacht, wobei ich hier weiterführende Gedanken zum Thema Hatix (Harzticket) aufgeschrieben habe. Heute nun findet sich in der MZ ein Leserbrief zum MZ-Beitrag, welcher sich mit den unterschiedlichen Sichtweisen auseinandersetzt. Prinzipiell hat der Autor, von seiner Funktion her Geschäftsführer der Quedlinburg Marketing GmbH, nichts gegen dieses Ticket, setzt sich dann aber berechtigter Weise mit den Defiziten des Angebots, sowie verschiedener Vorbehalte auseinander. Zum Vorteil gereicht ihm, dass er, auf Grund seiner Funktion, über die notwendigen Hintergrundinformationen verfügt, und so einige interessante Zahlen genannt werden, wie z. B., dass aus den Kurtaxeneinnahmen ca. 100.000,-€ an die Harz AG jährlich fließen müssten. Ich hatte eine niedrigere Zahl zugrunde gelegt, dabei die eingemeindeten Kommunen aber nicht berücksichtigt. Jedenfalls kann dafür schon anständig Bus gefahren werden.

Nachteile des Angebotes ergeben sich aus der Strukturierung touristischer Übernachtungsangebote, wie auch aus den Busverbindungen, Fahrtruten und Anbindungen selbst. Interessant ist in diesem Zusammenhang, welchen Zuwachs Quedlinburg an Bettenkapazitäten durch die Eingemeindung von Rieder, Gernrode und vor allem Bad Suderode zu verzeichnen hat. Dass deren Interessen nun auch berücksichtig werden müssen, liegt auf der Hand, genau wie das Angebot der Harz AG sehr dürftig ist, da es sich allein auf Busverbindungen beschränkt. Verwundern sollte letzteres allerdings nicht, da eine Erweiterung der Zahl der Verkehrsunternehmen, die Gewinne der Harz AG nicht unerheblich schmälern würden. Erschwerend kommt noch hinzu, dass HSB und HEX keine öffentlichen Verkehrunternehmen sind und so weniger Einfluss auf die Preisgestaltung genommen werden kann. Letztlich und wie an anderer Stelle schon erwähnt, ist die Harz AG eine Unternehmen privat öffentlicher Partnerschaft, in welchen es üblich ist, dass der öffentliche Teil, die Gewinne des privaten Teils zu realisieren hat. Eigentlich ist dieser Umstand schon Grund genug, die Finger davon zu lassen.

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Noch mal zum Harzticket (Hatix).

Noch mal zum Harzticket (Hatix),

Nun ist es durchaus Berechtigt und gut, über den Sinn eines solchen Tickets nachzudenken, und für und wieder abzuwägen. Das es Gründe gibt, welche dagegen sprechen, liegt auf der Hand, auch ohne zu spekulieren und zu vermuten. Die Gründe für ein solches Ticket sind hingegen dürftig! Denn nur um Touristen etwas für ihre Kurtaxe zu bieten, also bitten um des Bittenswillen, läst einige Fragen offen und ist letztlich nur Augenwischerei, wenn die Leistung selbst betrachtet wird. Somit gibt es durchaus Gründe dafür, wenn oberflächlich betrachtet wird. Und selbst Diskussionen schützen nicht immer davor an der Oberfläche zu verweilen. Was aber wenn etwas tiefer gegriffen wird und konkrete Zahlen in die Betrachtung einbezogen werden.

So wurden 2009 für Quedlinburg 181.847 Übernachtungen vermerkt, wobei die „Angaben des Statistischen Bundesamtes“ Betriebe ab 8 Betten berücksichtigt. Da es in Quedlinburg aber nicht wenige Übernachtungsmöglichkeiten unterhalb dieser Bettenzahl gibt, und die Kurtaxe erst 2009 eingeführt wurde, kann davon ausgegangen werden, dass die Zahl der Übernachtungen etwas höher ausgefallen ist. Wie die aktuellen Zahlen aussehen, kann ich nicht sagen, sie werden sich wahrscheinlich in besagter Größenordnung bewegen.

Die Besucherzahl gerundet auf 181.000 einmal zu Grunde gelegt, würde Bedeuten, dass an die Ticket betreibende Gesellschaft, die Harz AG, ein Unternehmen privat öffentlicher Partnerschaft (Public Private Partnership) jährlich 54.300€ zu zahlen wären. Wie für solche Unternehmen üblich, sind sie darauf ausgelegt, private Gewinne auf Kosten der Allgemeinheit zu erzielen. (Ein gutes Beispiel dafür ist die zu eröffnende Terme in Thale, für welche die Stadt jährlich und das 30 Jahre lang, 487.000 Euro zahlen muss, unabhängig von der Ertragslage.) Was auch in diesem Fall nicht anders ist, da die Gelder dem Einfluss der Stadt entzogen werden. Solche Gesellschaften dienen in erster Linie dazu, Gewinne zu privatisieren und Verluste zu sozialisieren, was über diesem Weg sogar parallel erfolgen kann. Wenn nun die Kurtaxe nicht um besagte 30 Cent erhöht wird, ja werden kann, wäre dieser Beitrag von der gegenwärtigen Kurtaxe zu zahlen. Was nichts anderes bedeuten würde, als das der Kommune dieses Geld eben nicht mehr zur Verfügung steht. Unterm Strich dem Einfluss der Kommune also entzogen. Wen dann noch davon ausgegangen wird, dass nicht unbedingt jeder Tourist das Bedürfnis verspürt Bus zu fahren, kann ein solches Ticket nicht als vorteilhaft betrachtet werden. Nicht für die Stadt, aber auch nicht für die Touristen!

In diesem Zusammenhang wäre es durchaus interessant, wenn die Harz AG die Karten auf den Tisch legen würde, in dem Verträge und Kostenstruktur allseitig offen gelegt werden, welche mit dem Harzticket verbunden sind. Also nicht nur die Verträge mit den Kommunen, sondern auch die mit den Busunternehmen geschlossenen. Das die Harz AG daran interessiert ist, dass gerade auch eine Stadt wie Quedlinburg sich daran beteiligt, ist in erster Linie der touristischen Bedeutung der Stadt geschuldet, sowie der Übernachtungszahlen, welche dem Vorhaben einen bestimmten Grundsockel an Einnahmen sichert. Die Vorsicht, welche durch den Stadtrat und dem Ausschuss an den Tag gelegt wurde, ist zu begrüßen, genau wie die Skepsis des Bürgermeisters, sowie des Geschäftsführers der Quedlinburg Tourismus Marketing GmbH. Wobei die Begründung einer Ablehnung eigentlich nicht der Spekulation und Vermutung bedarf.

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Harzticket und Kurtaxe, Bus fahren bis zum Abwinken!?

Harzticket und Kurtaxe, Bus fahren bis zum Abwinken!?

Umverteilung ist nicht, mehr soll es aber auch nicht sein und so kommt sich der Geschäftsführer der Harz AG „wie ein Staubsaugervertreter vor.“ Sicher ein erfolgloser, wobei es ja auch erfolgreiche Staubsaugervertreter geben soll, welche den einen und anderen Staubsauger verkaufen. Somit ein etwas hinkendes Gleichnis, was die Frage aufwirft, ob der Herr etwas gegen Staubsaugervertreter hat, wenn er abwertend fabuliert? Eines hat er in jedem Fall mit einem Staubsaugervertreter gemein, er wollte etwas verkaufen, in seinem Fall pries er Quedlinburger Stadträten, also Volksvertretern „die Vorzüge des Harz-Tickets“, welches diese nicht unbedingt kaufen wollten, jedenfalls nicht sofort, wie einem Beitrag in der MZ zu entnehmen. (Was macht eigentlich ein Staubsaugervertreter, vertritt er Staubsauger, oder verkauft er diese? Und was macht eigentlich ein Volksvertreter vertritt …? Vielleicht doch nicht so schlecht, das Gleichnis.)

Wie für Verkaufsstrategen üblich, wird das Produkt angepriesen und vor allen auch darauf verwiesen, wie viele sich schon dafür entschieden hätten. Der Preis wird auch genannt, es kostet nur 30 Cent pro Übernachtung und Tourist und dafür kann er, der Tourist, mit den Bus kreuz und quere durch den Harzkreis fahren. Ist doch was, die Kommune hat eine Gegenleistung für die Kurtaxe, der Tourist kann Bus fahren bis zum Abwinken und die Harz AG freut sich, denn ihr Topf für ihr Projekt füllt sich.

Aber „Quedlinburg zögert noch“, nicht ganz Quedlinburg, aber doch einige Entscheidungsträger! Dass diese, wie im Verkauf oft üblich, Einwände und/oder Vorwände parat haben, wundert nicht, ein guter Verkäufer kennt den Unterschied und weiß damit umzugehen. Und da vorbeugen besser ist, als nach hinten fallen, wird als Gegenargument schon mal angebracht, was der Tourist so alles bemängeln könnte, ob er es würde, bleibt zwar dahingestellt, die Vermutung, der Verdacht allein schon zählt! Jedenfalls für den Geschäftsführer der Quedlinburg Marketing GmbH, wie dem Beitrag zu entnehmen, und alles andere als neu ist. Woher der Wind aber eigentlich weht, ist auch zu erfahren, wenn geschrieben wird, das im Falle der „Kurtaxe – ein Mehr um mindestens 30 Cent pro Übernachtung … notwendig“, und dieses „den Hotels und Pensionen schwer zu vermitteln“ wäre. Das ist schon ein Problem, da es für die Kurtaxe keine nennenswerte Gegenleitungen gibt und die Kurtaxe eigentlich schon verplant ist, scheint umschichten nicht möglich, und so muss der Preis für grenzenloses Bus fahren, in den Grenzen des Harzkreises, eben zusätzlich erhoben werden.

Welche Schlüsse aus der Feststellung der Mängel des Harzticket und der schwer zu vermittelnden Erhöhung der Kurtaxe gegenüber „den Hotels und Pensionen“ gezogen werden können, sei jeden selbst überlassen.

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Neue Verantwortlichkeit fürs Kurzentrum in Bad Suderode!

Ein schweres Erbe, mit dem trotzdem sorgsam umzugehen ist!

Nun befindet sich Sachsen-Anhalt im Wahlkampf, das unliebsame Entscheidungen in diesem Zusammenhang gern verschoben, oder delegiert werden, ist nicht neu und trifft auch für das Kurzentrum in Bad Suderode zu. Zum Thema selbst hatte ich einige Texte geschrieben, in welchen ich Gedanken zum Kurzentrum, gerade auch im Zusammenhang mit einer eventuellen Privatisierung, niedergeschrieben habe. Das dieses nicht unberechtigt war, ist einem weiterem Beitrag zum Thema in der MZ von heute zu entnehmen.

In erster Linie geht es um die nochmalige und weitere Beratung des Wirtschaftsplans fürs Kurzentrum, auf Grund der veränderten Lage, durch den neuen Betriebsauschuss. Zwar ist dieser Plan schon beraten worden, nur nicht im Rahmen der neuen Einheitsgemeinde. Das in diesem Zusammenhang gerade der Vertreter und Landtagskandidat der CDU mehr Zeit einfordert, ist wohl eher dem Umstand geschuldet, keine unpopulären Entscheidungen vor den Landtagswahlen zu treffen, denn die entsprechenden Unterlagen müssten zumindest den Politikern vorliegen, gerade wen diese öfter schon Gegenstand von Betrachtungen waren.  Und immerhin ist es ja gerade die CDU geführte Landesregierung, welche die Zuschüsse fürs Kurzentrum gestrichen hat, um die Signale auf Privatisierung zu stellen. In diesem Zusammenhang war man sich nicht einmal zu schade, eine Schließung des Kurzentrums in Betracht zu ziehen, wobei der Schwarze Peter der Stadt Quedlinburg, als neuen Eigner, zugeschoben wurde. Dabei diente das Gespenst einer Schließung, mit all seiner wirtschaftlichen Folgen für die Region, eher dem Zweck, das kleinere Übel, eine Privatisierung des Kurzentrums, den Bürgern schmackhaft zu machen. Dieses wird vor allem dann sichtbar, wenn betrachtet wird, welche wirtschaftlichen Folgen der Bau und der Betrieb des Kurzentrums hatten und weiterhin haben wird. Das Kurzentrum ist ein wirkungsvolles Instrument der regionalen Wirtschaftsförderung, gerade auch, weil von diesem besonders kleine und mittlere regionale Unternehmen partizipieren.

Das ein solches Kurzentrum, allein schon auf Grund seiner Strukturierung, nicht kostendeckend arbeiten kann, nicht einmal kostenneutral, liegt auf der Hand und war von Anfang an nicht anders zu sehen. Darüber können auch optimistische Prognosen nicht hinwegtäuschen, besonders wenn sie all zu schnell von der Realität überholt werden. Nun gibt es ein Gutachten, welches für solche Situationen nicht ungewöhnlich ist, und in dem festgestellt wird, das nach vorgenommen Investitionen, die Verluste erheblich reduziert werden können, wobei unterm Strich Verluste bleiben werden! Und sicher wird da auch etwas möglich sein, allein ohne Zuschüsse wird es aber nicht gehen und in diesem Zusammenhang ist das Land Sachsen-Anhalt nach wie vor in der Verantwortung.

Was nun die wirtschaftliche Situation des Kurzentrums betrifft, ergibt sich ein anderes Bild, wenn das Kurzentrum nicht allein, sondern einer Funktion nach, als ein Instrument beständiger Wirtschaftsförderung, gesamtwirtschaftlich, im Zusammenhang mit den Einnahmen, welche vom Kurzentrum abhängige Unternehmen erzielen, wie auch daraus resultierende Steuern, betrachtet wird.

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Sabber - Lyrik // Kunst // Trash aus Quedlinburg

Sabber, …

Gestern wurde ich mit „Sabber“ konfrontiert, nicht das ich etwa sabberte oder angesabbert wurde, nein, es handelte sich um ein Heftchen gleichen Namens, welches man unter anderem im Studiokino des Kulturzentrums in der Reichenstasse in Quedlinburg für einen (1,-) Euro erwerben kann. Zwar hatte ich das 15 Seiten (plus Rückseite) starkes Heft unter andern Prospekten liegen sehen, nur wusste ich nichts damit anzufangen und mir fehlte auch die Zeit, einen Blick hineinzuwerfen. Nach dem die Kinoveranstaltung zu Ende war, ich mit dem Aufräumen fertig und mir ein Bier zum Tagesausklang gönnen wollte, wurde ich gefragt, ob ich eines dieser Hefte verkauft hätte. Das hatte ich nicht, ich hatte nicht einmal darauf verwiesen, da ich mit dem Heft nichts anfangen konnte. So ließ ich mich aufklären und konnte erfahren, dass das Thema dieses ersten Heftes Liebe ist und Künstler aus Quedlinburg sich in verschiedenster Form zum Thema äußern. Ich erwarb eines der Hefte und da es auch reichhaltig bebildert ist, so manche Schriftgröße so gewählt wurde, dass sogar ich sie ohne Lesebrille erfassen kann, nahm das Lesen nicht viel Zeit in Anspruch.

In diesem Zusammenhang konnte ich feststellen, dass kurze Gedanken genauso zu finden sind, wie Gedichte, Kurzgeschichten, Erfahrungsberichte und einen Reisebericht aus Paris. Dabei wird das Thema Liebe, aber deren Folgen durchaus freizügig, keineswegs verkitscht oder verklärt, von den verschiedensten Seiten betrachtet. Inhaltlich sind die Beiträge interessant und es hat Spaß gemacht sie zu lesen, auch wenn es gelegentlich etwas langatmig wurde. Kurzweil verspricht das Heft trotzdem und es ist zu wünschen, dass die gedruckten Exemplare ihre Abnehmer finden.

Der Preis von einem Euro ist mehr als gerechtfertigt, würde aber gerade einmal reichen, die Druckkosten abzudecken, konnte ich erfahren. Ich selbst habe ja ein Exemplar erworben und werde heute Abend im Studiokino auf das Hefte verweisen, immerhin kann ich jetzt etwas damit anfangen.

Im Heft selbst wird auf folgenden Blog gleichen Namens verwiesen.

Ein Loyalitätskonflikt?

Eine Frage der Loyalität!?

Oft fiel im Zusammenhang meiner Auseinadersetzung mit dem Geschäftsführer der Quedlinburg-Tourismus-Marketing GmbH der Begriff Loyalität. So heißt es im Schreiben des Vorsitzenden des Aufsichtsrates der Quedlinburg-Tourismus-Marketing GmbH entsprechend: „Sie sind Auftragnehmer der QTM GmbH und damit zur Loyalität gegenüber dieser verpflichtet, ähnlich einem Arbeitnehmer innerhalb der QTM.“ Das der Herr damit der vorgeblichen Freiwilligkeit von Loyalität widerspricht, wie zum Beispiel bei Wikipedia nachzulesen, programmiert einen Loyalitätskonflikt nicht nur vor, sondern widerspricht auch der Art und Weise der ausgeübten Tätigkeit. Wobei ich in diesem Zusammenhang nochmals anmerke, dass meine Kritik nicht der QTM GmbH gegolten hat, sondern der undifferenzierten Vorgehensweise ihres Geschäftsführers Herrn Bracht. Wie es aber im Falle vorgeblicher Unfehlbarkeit oft ist, wird vom eigentlichen Kritikpunkt abgelenkt und der Ablenkung von der eigenen Fehlbarkeit wegen, eine andere Ebene gewählt. In diesem Zusammenhang wird allgemein oft, um die eigene Kritikunwürdigkeit herauszuheben, mit Halbwahrheiten, Ablenkungen und Lügen gearbeitet, welches dann auch Verteidigung erfährt, um bestehende Strukturen und strukturelle Verhältnisse nicht in Frage zu stellen.

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Eigentlich ansehbar, die Reaktion!

Eigentlich absehbar, die Reaktion!

Nun ist es schon ein paar Tage her, dass ich mich folgendem Thema gewidmet habe. Nicht das ich den Weg des geringsten Widerstandes gehen wollte, aber ich habe mich etwas zurück gehalten und nicht nach meinen Regel gespielt, sondern ganz im Gegenteil, ich habe allgemein gepriesene Regeln genutzt, um letztendlich meine Vermutungen bestätigt zu bekommen, dass Regeln immer nur jenen Nutzen, welche sie für sich aufstellen. Dabei werden die ehernen Grundsätze, welche gern verkündet werden, und die Wege, welche man gern gegangen sehen möchte, im eigenen Interesse über den Haufen geworfen. Sie entpuppen sind als Makulatur zur Ablenkung, dem Zeitgewinn dienen und werden sobald über den Haufen geworfen, sobald man sich überlegen fühlt, oder wenn sie dem eigenem Interesse nicht dienlich sind.

Aber zum Vorgang selbst, hier hatte ich den Inhalt eines E-Mails des Geschäftsführers der Quedlinburg-Tourismus-Marketing GmbH kritisch beleuchtet und mich gegen die im E-Mail enthaltenen  pauschalen Verdächtigungen ausgesprochen. Daraufhin erhielt ich vom Geschäftsführer der Quedlinburg-Tourismus-Marketing GmbH einen Brief, welcher anscheinend im Affekt geschrieben und in dem mir mit Rechtsanwalt und Sanktionen gedroht wurde, wenn ich erstes Schreiben nicht vom Netz nehmen würde. Dieses Schreiben bedachte ich mit einer Reaktion, wobei ich innerhalb der gesetzten Frist ersten Beitrag vom Netz nahm, was mir vom Geschäftsführer der QTM GmbH bestätigt wurde. Die gegen meine Person verhängten Sanktionen wurden hingegen erwartungsgemäß nicht aufgehoben. So fragte ich den Geschäftsführer der Quedlinburg-Tourismus-Marketing GmbH, Herrn Bracht, nach einer Veranstaltung des Gästeführervereins, ob ich nun keine Stadtführungen mehr bekommen würde. Die Antwort war eindeutig, in dem er dieses Bestätigte und auf mein Nachfragen, warum dieses so sei, in arroganter Weise antwortete, dass keiner erwarten kann, Aufträge von ihm zu erhalten, der gegen ihn polemisiert! Und einmal davon angesehen, dass ich nicht für Herrn Bracht tätig bin, sondern für die QTM GmbH, einem Unternehmen der Stadt Quedlinburg, spielte die Richtigkeit oder Unrichtigkeit meiner Kritik keine Rolle mehr, sondern gekränkte Eitelkeit der Macht, also die Kritik an sich. Inhalte scheinen nicht zu gelten, werden schnell bei Seite geschoben und der Vorgang selbst, in diesem Fall die Kritik, in den Vordergrund gestellt und ablenkend begründet.

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Ein umstrittenes Objekt, …

Ein umstrittenes Objekt, welches Gegenstand einer Betrachtung in der MZ vom 27.10.10 ist. Ja, in Quedlinburg gibt es mal wieder ein Bauvorhaben, welches die verschiedensten Kritiker auf den Plan ruft. An Exponierter Stelle wird abgerissen und neu gebaut, wobei besonders die Fassadengestaltung Anlas zur Kritik gibt. Ein Wohn und Geschäftshaus soll es werden, mit behindertengerechten Wohnungen und maximal zwei größeren Geschäften. Dafür gibt es Fördermittel, wobei den größeren Teil das Wohnungswirtschaftsunternehmen der Stadt mittels Kredit finanzieren muss. Das da Begehrlichkeiten geweckt werden und zu sanierende Fachwerkhäuser ins Spiel gebracht werden, ist verständlich. Andererseits ist es aber auch eine Frage der Nutzung, in einer Stadt, in welcher die Einwohnerzahl nicht gerade steigt. Immerhin hatte Quedlinburg 1989 über 28.000 Einwohner und heute sind es wohl um die 21.000. Mit der Abwanderung ist natürlich auch der Bedarf an Wohnraum und anderen Nutzflächen zurück gegangen.

In der Internetausgabe der Zeitung habe ich folgenden Kommentar hinterlassen:

Besser shoppen, für immer weniger Einwohner!

Über Geschmack soll man ja nicht streiten können und so wird auch unsere Zeit ihre Spuren in Quedlinburg hinterlassen. Auch wenn manches gewöhnungsbedürftig ist, die Menschen werden sich daran gewöhnen, selbst wenn Generationen darüber hinweg gehen. Der gegenwärtige Zustand des Objektes ist nicht schön, er bietet keinen schönen Anblick. Die geschilderten Umstände hingegen zeigen gut, wie Fördermittel weiter Mittel aktivieren, ob diese sich rentieren werden, wird die Zukunft zeigen. Die Lage ist gut, Geschäfte anzusiedeln, für eine weiter sinkende Einwohnerzahl. Denn das ist ein Problem in dieser Stadt und für viele Häuser. So könnten für dieses Geld sicher Fachwerkhäuser saniert werden, nur wofür, um anschließend den Leerstand zu mehren? Ja, Geld ist die eine Seite der Münze, die andere ist die Nutzung und diese bedarf letztlich immer den Menschen! Der Verweiß auf den Neubau eines Altenheimes des DRK, an der Einmündung Bahnhofstraße, zeigt wohin sich nicht nur diese Stadt entwickelt!

 

Kritik die trifft, oder treffende Kritik!

Kritik die trifft, oder treffende Kritik!

Jedenfalls hat Kritik getroffen und die Auswirkungen sind zu spüren, für mich. Sanktionen wurden verhängt, nicht nur der Eitelkeit geschuldet! Gegenstand der Betrachtung wurde es, nach dem ich fragend eine Vorgehensweise monierte, kritisierte und nun werde ich einen Brief erhalten und wahrscheinlich und wenn ich brav und anständig bin, meine Kritik der Öffentlichkeit entziehe, kann ich hoffen, dass die Sanktionen aufgehoben werden. Welch Gnade, welche mir zu Teil werden kann, welch Preis, der dafür zu zahlen ist!

Selbst soll ich mich verleumden, Kritik hat gefälligst eine angemessene, angenehme Form für den Kritisierten, oder die kritisierte Sache zu haben. Verhalten sollte sie daherkommen, vorsichtig, damit die Reaktion abgestimmt werden kann und nicht dem Kritisierten schadet. Ja, so ist das Leben, ich hab gespielt, und habe noch lange nicht verloren, denn das Spiel geht weiter!

Nun, es ist die Frage, beug ich mich des schnöden Mammon streben, oder bleib ich Mensch und werde es sein?

Ist es nicht pervers, das Mensch sich selber muss verleumden, um schlicht und einfach leben zu können? Ist das die große Freiheit, der Knechtschaft fremden Willens sich zu ergeben? Ist es das große Hoffen, der Gnade zu erliegen? Ist es die Illusion, gefolgt angedeuteter Versprechen? Allein die Tat kann überzeugen!

Allgemein und undifferenziert, so fließen die Gedanken, wenn der Gegenstand ungenau, oder gar nicht benannt! Doch wohlgemerkt, es wird so sein, ich werde ihn benennen, wenn Reaktion praktisch in Erscheinung tritt. Dann werde ich wissen konkret zu reagieren, wie es meiner Natur, welche es mir widerstrebt zu leugnen, eigen ist!

Nicht ohne Grund, hier im Blog und nicht in all den anderen, sei dieser Text zu vernehmen, da hier der Zusammenhang, ohne ihn zu benennen, am offensichtlichsten zu Tage tritt. Und auch nicht ohne Grund, hab ich mich einige Zeit ruhig verhalten. So braucht das eine, wie das andere, gelegentlich Zeit um sich zu gestallten, auch um zu warten und verharren, auf dass was wird geschehen. Kommt es so wie vorausgesehen, oder doch anders, findet man Bestätigung für seine Meinung, oder war der Täuschung man erlegen?

Nein, wie es aussieht habe ich mich nicht getäuscht, auch wenn Illusion geweckt, es könnte sich um Täuschung handeln. Ja, die Welt ist so wie ich sie sehe und nicht, wie sie vorgibt zu sein! So bin ich doch Realist! Dabei wäre es gelegentlich recht angenehm, wenn sie so sein würde, wie sie nicht ist, aber all zu oft dargestellt wird. Aber allein das praktische Leben, belehrt uns eines Besseren!